Basketball für die Region Alb/Bodensee

News-Archiv

Stimmung bei den Korbjägern: Verständnis und Hoffnung

20.03.2021

Am Dienstag wurde in allen Ligen des Basketball-Bezirks die Saison 20/21 annulliert. Die Reaktionen von Tübingen bis Ulm, von Schwenningen bis Kirchheim zeigen: Die Überraschung hält sich in Grenzen. Und überall sehnen sich Kinder und Erwachsene nach irgendeiner Form von Sport – am besten natürlich Basketball.

(Zum vollständigen Artikel veröffentlicht am 19.03.2021 im Teckboten, verfasst von Ulrich Tangl) 

Alle Restart-Pläne in der Tonne, alle Varianten sinnlos. Die wieder steigenden Inzidenzzahlen der Pandemie, die dritte Welle, hat den Vorstand des Basketball-Bezirks IV nicht überrascht, die Entscheidung am vergangenen Montagabend auf der Videositzung war einstimmig: Die Saison 2020/21 wird annulliert, es gibt keine Meister, keine Aufsteiger, keine Absteiger.

Ein paar Tage danach kann man nicht gerade sagen, dass diese Nachricht, die am Dienstag per Rundmail an alle 69 Vereine im Bezirk verschickt wurde, wie eine Bombe eingeschlagen hätte. Alle haben damit gerechnet, alle sehen es ein, die Unterschiede liegen im Grad der Enttäuschung.

Am oberen Ende dieser Skala steht die BV Villingen-Schwenningen, im Profibereich Konkurrent der Kirchheim Knights in der ProA. Geschäftsführerin Christine Schell-Deking: „Unserer Zweiten wurde nun zum zweiten Mal der Aufstieg in die Landesliga verwehrt, was sehr wichtig für den Unterbau der Profis wäre. Wir hätten uns gefreut, wenn noch irgendwas möglich gewesen wäre, vielleicht mit Doppelspieltagen am Wochenende.“

Ähnlich geht es der 1. Mannschaft des VfL Kirchheim, die furios in die Oberliga gestartet war und mit dem Aufstieg in die Regionalliga geliebäugelt hatte. David Rösch, bei den Knights seit vergangenem Sommer als „Sportdirektor Nachwuchs“ angestellt: „Das wirft uns natürlich schon zurück.“ Doch Schell-Deking und Rösch sehen ebenfalls ein, dass das „eine vernünftige Entscheidung“ (Rösch) war, die „man einsehen muss“ (Schell-Deking).

Der gleiche Tenor kommt aus allen Ecken des Bezirks, von kleinen wie großen Vereinen. Hier eine Auswahl: 

  • Sheila Sichui, BBU: „Das ist verständlich, wir halten das für vernünftig, es gibt keine Alternative.“
  • Alex Rogic, TSG Reutlingen: „Natürlich sind wir enttäuscht, haben aber Verständnis – die meisten hatten sich schon darauf eingestellt.“
  • Iris Iyen-Neunzling, TB Sigmaringen: „Das ist mehr als okay.“
  • Valentin Kunst, SG Schramberg: „Diese Entscheidung ist natürlich völlig rechtmäßig.“
  • Susanne Hoffmann, TSB Ravensburg: „Das ist völlig richtig, alles andere hätte einen furchtbaren Hickhack gegeben.“
  • Andreas Bobbe, TSG Söflingen: „Das war abzusehen, es wird ja eher schlimmer.“
  • Hansi Kienzle, SV 03 Tübingen. „Das ist wahrscheinlich die einzig sinnvolle Entscheidung, es hätte keinen Sinn gemacht, noch Meister auszuspielen.“

Gleichzeitig wird natürlich der Blick nach vorne geworfen, alle haben ziemlich genug von all den Online-Trainingsformaten, die fast überall angeboten wurden, alle wollen zurück an den Korb. Deshalb wird das Konzept einer „Sommerliga“, das der Bezirk nach den Osterferien veröffentlichen will, überall begrüßt. Der Tübinger Jugendkoordinator Kienzle drückt aus, was alle denken: „Es ist total wichtig, dass man versucht, überhaupt wieder spielen zu lassen im Sommer!“ Der Schramberger Abteilungsleiter Kunst fügt hinzu: „Die neue olympische Sportart 3x3 wäre cool!“ Sein Kollege Rogic weiß auch, worauf der Fokus liegen sollte: „Vor allem der Breitensport ist wichtig“, was David Rösch noch präzisiert: „Es geht um den Breiten- UND den Leistungssport – aber immer die Jüngsten zuerst!“

Wenn das mal nicht ein klarer Auftrag an den Verband und den Bezirk ist… ut 


zurück zur Übersicht
 

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

OK